Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten

Wer eine Rechnung trotz Mahnung nicht zahlt, bekommt es häufig mit professionellen Geldeintreibern – sog. Inkassounternehmen oder Inkassobüros – zu tun. Diese machen dann meist zusätzlich zur ausstehenden Forderung auch noch erhebliche Inkassokosten geltend. Viele Empfänger derartiger Schreiben scheint ein erfürchtiges Erschauern zu packen, wenn sie auch nur “Inkasso” lesen. Offenbar trägt sich noch immer der Irrglaube fort, ein Schreiben von einem Inkassobüro hätte eine andere Qualität als ein einfacher Brief des Gläubigers – aber vermutlich deswegen sind diese Unternehmen auch so erfolgreich.

Nichts desto trotz stellt sich die Frage, ob man als Schuldner die geltend gemachten Inkassokosten tatsächlich bezahlen muss. Ausgangspunkt hierbei ist folgender: Befindet sich der Schuldner in Verzug, hat der Gläubiger einen Anspruch auf Ersatz des sog. Verzugsschadens (§§ 280, 286 BGB), zu dem grundsätzlich auch die Inkassokosten zählen – aber eben nur grundsätzlich – also nicht in jedem Fall – und meist auch nicht in dem Umfang, in dem es von den entsprechenden Unternehmen gefordert wird.

Beschränkung der Inkassokosten auf die Rechtsanwaltskosten
Die wichtigste Einschränkung ist hierbei das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) – bzw. früher die BRAGO. Zwar gilt dieses ausdrücklich nur für Anwälte und nicht für Inkassounternehmen – was von diesen immer wieder gebetsmühlenartig betont wird – dennoch gebietet es die Schadensminderungspflicht gemäß § 254 Abs. 2 BGB, dass nur solche Kosten erstattet werden müssen, die auch ein Rechtsanwalt fordern kann (vgl. Palandt/Heinrichs, BGB, § 286 Rn. 49). Insofern geht auch der Einwand der Inkassobüros fehl. Natürlich können sie ohne an das RVG gebunden zu sein, mit dem Gläubiger Vereinbarungen treffen, die eine höhere Vergütung vorsehen. Wenn der Gläuber dies akzeptiert, muss er aber die Mehrkosten selbst tragen und kann diese nicht an den Schuldner weiterleiten. Vergleichbar ist die Situation mit der Kostenerstattung nach einem gewonnen Prozess: auch hier muss die unterliegende Partei lediglich die gesetzlich vorgesehene Vergütung bezahlen. Hat die obsiegende Partei mit ihrem Anwalt eine höhere Vergütung vereinbart, muss sie die Differenz selbst zahlen.

Zur Höhe der Kosten gibt es im Forum von Computerbetrug einen entsprechenden Beitrag

Keine Erstattungspflicht bei anschließender Einschaltung eines Rechtsanwalts
Kein Anspruch auf Erstattung besteht, wenn sich sich die Einschaltung des Inkassounternehmens im Nachhinein als erfolglos erwies und noch ein Rechtsanwalt beauftragt werden “musste”. Hintergrund ist unter anderem folgender: Ein Anwalt darf neben den Kosten für die Tätigkeit im gerichtlichen Verfahren nicht auch noch seine zuvor durchgeführte außergerichtliche Tätigkeit vergütet verlangen. Der Schuldner hat also nur die Kosten für die gerichtliche Tätigkeit zu ersetzen. Wird nun für die außergerichtliche Tätigkeit ein Inkassounternehmen beauftragt, würde dies zu einer Kostenverdopplung führen wenn die Bemühungen des Inkassounternehmens erfolglos blieben und anschließend ein gerichtliches Mahnverfahren durch einen Rechtsanwalt durchgeführt wird. Die Kostenverdoppelung kann auch nicht mit sonstigen mit der Einschaltung eines Inkassounternehmens verbundenen Vorteilen gerechtfertigt werden (sehr ausführlich hierzu OLG Dresden, Urteil vom 01.12.1993, Az. 5 U 68/93, NJW-RR 1994, 1139).

Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht immer erforderlich
Eine weitere wichtige Einschränkung der Erstattungspflicht ist schließlich, dass die Kosten eines Inkassounternehmen nach inzwischen herrschender Auffassung nur dann einen adäquaten kausalen Verzugsschaden im Sinne von § 286 BGB darstellen, wenn der Gläubiger im Zeitpunkt der Beauftragung von einer erfolgreichen Tätigkeit des Inkassounternehmens ausgehen konnte und nicht mit der Notwendigkeit der Beauftragung eines Rechtsanwalts rechnen mußte.

Eine Ersatzpflicht besteht daher insbesondere dann nicht, wenn der Schuldner erkennbar zahlungsunwillig oder -unfähig ist und daher voraussehbar ist, dass später doch ein RA beauftragt werden muss (OLG München, NJW 1975, 832; OLG Karlsruhe NJW-RR 1987, 15).

Wenn also der Schuldner Einwendungen gegen die Forderung erhebt und damit gegenüber dem Gläubiger deutlich macht, dass er nicht bereit ist zu zahlen, dann durfte der Schuldner die Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht für erforderlich halten. Folglich müssen dann auch die Kosten nicht vom Schuldner ersetzt werden.

Einige Gerichte gehen sogar noch weiter: Für sie ist die Einschaltung eines Inkassounternehmens nicht nur dann überflüssig, wenn die Forderung bestritten wird – teilweise wird von den Gerichten für eine Erstattungspflicht sogar verlangt, dass der Gläubiger auch bei unbestrittenen Forderungen aufgrund konkreter Umstände davon ausgehen können muss, dass der Schuldner bei Einschaltung eines Inkassobüros zahlen wird. Dies könne aber nicht schon dann unterstellt werden, wenn er auf die Mahnschreiben des Gläubigers nicht reagiert hat (OLG Karlsruhe, NJW-RR 1987, 15; 1987, 1506; Rpfleger 1987, 422; LG Berlin, NJW-RR 1987, 802; OLG Düsseldorf, JurBüro 1988, 512).

Ein Inkassounternehmen darf also nicht ausschließlich zum Zwecke der Kostentreiberei eingeschaltet werden – sondern nur, um Schuldner zur Zahlung zu bewegen, die ihre Rechnungen nachlässig zahlen und eine “intensive Erinnerung„ brauchen. Nichts desto trotz beauftragen viele – insbesondere unseriöse – Gläubiger Inkassobüros, um die Schuldner mit der Drohung mit hohen Zusatzkosten einzuschüchtern.

Besondere Forderungsposten
Besonders beliebt sind die sog. Kontoführungsgebühren. Hierbei geht es nicht etwa um die Kosten für das Girokonto des Inkassobüros oder des Gläubigers, sondern um ein innerhalb der eigenen Buchhaltung buchungstechnisch eingerichtetes Forderungskonto für den Schuldner. Dafür kann aber keine Extra-Gebühr verlangt werden. Die Überwachung der Forderung und die Buchung eingehender Zahlungen gehört zur allgemeinen Geschäftstätigkeit des Inakassounternehmens und ist bereits durch die Inkassogebühr abgedeckt.

Oft tauchen in der Forderungsaufstellung auch sog. Adressermittlungskosten auf. Diese sind aber grundsätzlich nur dann zulässig, wenn der Schuldner umzieht, ohne seinen Gläubiger zu benachrichtigen. Bezüglich der Kosten muss das Inkassounternehmen im Zweifel die Höhe der Adressermittlungskosten nachweisen. Ersatzfähig sind dabei in der Regel nur die Kosten für eine Einwohnermeldeamtsanfrage (ca. 7,50 – 10 €). Mehr sollte man im Einzelfall ohne weitere Nachweise nicht akzeptieren.

Zusammenfassung

  • Inkassokosten sind der Höhe nach beschränkt auf vergleichbare Rechtsanwaltskosten.
  • Inkassokosten sind nicht erstattungsfähig, wenn die Einschaltung des Inkassounternehmens erfolglos blieb und anschließend ein Rechtsanwalt eingeschaltet wurde.
  • Inkassokosten sind nicht erstattungsfähig, wenn wenn die Forderung gegenüber dem Gläübiger bestritten wurde oder der Schulnder mitteilt, dass er zahlungsunfähig ist.
  • Kontoführungsgebühren sind nicht erstattungsfähig
  • Adressermittlungskosten sind nur im Einzelfall und nur in der nachgewiesenen Höhe erstattungsfähig

39 Kommentare zu “Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten

  1. Die “Abhandlung” ist (verständlicherweise) unvollständig, irreführend und kann bei denen, die dem “Rat” folgen, zu einem bösen Erwachen führen.

    Warum zum Bsp. wird nicht die spätere Entscheidung des OLG Dresden angeführt, die das problem wesentlich anders betrachtet hat ?

    Von Seriösität kann hier wohl keine Rede sein.

  2. @ExActor: Dass ihnen der Beitrag nicht gefällt wundert mich nicht, schließlich sind Sie selbst in dieser “Branche” tätig und betreiben Inkasso. Nichts desto trotz gibt der Artikel die überwiegende Auffassung der Gerichte zu dieser Thematik wieder. Insofern würde mich brennend interessiere, von welchem – angeblich “wesentlichen anderen” – Urteil Sie sprechen.

  3. Danke für die Mühe der unfangreichen Info und ich möchte noch
    hinzufügen: ´´Ich finde es echt total super das die Leute mal erfahren wie es
    wirklich ist und wie man sich gegen die abzocke von den Inkassobüros wehren kann und darf!

  4. Pingback: verbraucherrechtliches… » Inkassobesuchsdienst - Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

  5. Sehr guter Kommentar. Hat mir sehr geholfen. Wollte nämlich , die Gebühren bezahlen und dann fand ich diese Seite.

  6. Grundsätzlich sollte sich jeder ernst zu nehmende Abhandlung mit Argumenten auseinandersetzen. Wenn man nur die eigene Meinung stärkende Quellen nennt, andere abere außer Acht lässt, ist niemandem geholfen. Es gibt eine Reihe von Entscheidungen, welche Inkassokosten zuerkennen – auch in teilweise erheblich über die Höhe der BRAGO bzw. RVG hinausgehend. Das OLG Köln hat beispielsweise in den Gründen seiner Entscheidung vom 17.10.2003 (6 U 60/03) ausgeführt: “Zu Recht ist es zwischen den Parteien nicht streitig, dass die Gerichte in der Bundesrepublik Deutschland die Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten für das erste Mahnschreiben nicht der Höhe nach auf eine 10/10-Anwaltsgebühr beschränken, sondern dem jeweiligen klagenden Inkassounternehmen in zahlreichen Urteilen bescheinigt haben, dass sie für das erste Mahnschreiben mehr als 10/10 einer entsprechenden Anwaltsgebühr, häufig 15/10, gelegentlich sogar 20/10 oder 25/10, verlangen dürfen. Nach der vom Landgericht beim Präsidenten des Landgerichts Köln eingeholten Auskunft, deren inhaltliche Richtigkeit der Kläger nicht bestritten hat, ist es im übrigen gerade im Landgerichtsbezirk Köln so, dass auch andere Inkassounternehmen von den Schuldnern bis zu 15/10 einer entsprechenden BRAGO-Gebühr fordern, so dass diesbezügliche Dienstaufsichtsbeschwerden von Schuldnern in der Vergangenheit zurückgewiesen worden sind. ” Es gibt viele Hunderte weiterer Urteile, welche Inkassovergütungen zusprechen – auch einige welche kategorisch Inkassovergütungen für nicht erstattungsfähig halten. Aber was ist jemandem gedient, wenn ihm gesagt wird, die “herrschende” Meinung begrenze die Vergütung auf Sätze des RVG, wenn gerade in diesem Gerichtsbezirk des Betroffenen dies nicht so ist? Er würde dagegen klagen, ggf. durch die Instanzen ziehen und möglicherweise vermeidbare Kosten zusätzlich investieren. Objektivität ist angesagt, nicht einseitige Argumentation. Soweit meine Meinung. Man sollte nie die Augen vor den Argumenten der Gegenseite verschließen.

  7. Sie verstehen das Urteil des OLG Köln offenbar falsch. Darin ging es überhaupt nicht um die Frage, ob ein Inkassobüro nicht mehr als ein Anwalt nehmen darf. Und natürlich ist es so, dass nicht garantiert werden kann, dass die hier vertretene Rechtsauffassung von jedem Richter in der Bundesrepublik so beherzigt wird. Aber weit überwiegend wird es von den Richtern halt so gesehen.

  8. @Ronny Jahn: Das Urteil verstehe ich nicht falsch, ich bin selbst Volljurist und kenne den Werdegang des Verfahrens. Ich kenne aber auch die Rechtsprechung zur Erstattungsfähigkeit vorgerichtlicher Inkassovergütungen recht gut und kann daher durchaus sagen, dass es nicht die überwiegende Rechtsauffassung von Richtern ist, wie Sie meinen. Eine solche gibt es nicht – dazu ist die Rechtsprechung viel zu uneinheitlich, wobei man allerdings auch wissen muss, dass die vorwiegend amtsgerichtlichen Urteile zur Erstattungsfähigkeit nicht veröffentlicht sind. Mein Beitrag gilt nur als Hinweis dafür, dass man sich nicht vor den Gegenargumenten verschließen darf. Alleine der Hinweis auf beispielsweise das Urteil des OLG Dresden – welches eher als Einzelfall gewertet werden kann- hilft niemandem.
    Aber mit der Verabschiedung des RDG bzw. Inkrafttreten zum Juli 2008 und der Erweiterung der Befugnisse der Inkassounternehmen auf die Tätigkeit im gerichtlichem Mahnverfahren wird sich die Frage der Erstattungsfähigkeit von Inkassovergütungen sowieso anders beantworten, zumal das RDG einen gesetzlichen Kostenerstattungsanspruch beinhaltet.

  9. Der Punkt

    “Inkassokosten sind nicht erstattungsfähig, wenn die Einschaltung des Inkassounternehmens erfolglos blieb und anschließend ein Rechtsanwalt eingeschaltet wurde.”

    dürfte seit Geltung des RVG obsolet sein. Jedenfalls unter der Voraussetzung, dass

    a) der nachfolgende Anwalt nur gerichtlich tätig wird, also auf seiner Seite keine Gebühren für eine außergerichtliche Tätigkeit anfallen und
    b) auch hinsichtlich der Inkassogebühren eine fiktive (hälftige) Anrechnung auf die gerichtlichen Gebühren berücksichtigt wird, die Inkassogebühren also idR 0,65 RVG-Gebühren + Auslagen nicht übersteigen.

    Dann greift nämlich das Argument der Schadenminderungspflicht nicht mehr, da der Schuldner nicht schlechter gestellt wird, als wenn von Anfang an ein Anwalt tätig geworden wäre.

  10. Das dürfte sich trotzdem nicht negativ auf den schuldner auswirken da
    die Gebühren zwischen Inkassobüro und Anwalt aufgerechnet werden
    Jeder bekommt einen Teil – und dies auch nur wenn das Verfahren gewonnen wird

  11. 10 — Also Sowas/ Frank ;)
    Wie immer bei Deinen Beiträgen ist der Wunsch Vater des Gedankens
    Auf Deiner HP beispielsweise sind ausschließlich AG Urteile zu finden welche Inkassogebühren als erstattungsfähig erachtet haben.
    Die zahlreichen AZ – welche Dir ebenfalls bekannt sind – in welchen das Gericht Inkassogebühren als nicht erstattungsfähig erachtet haben tauchen bei Dir überhaupt nicht auf.
    Selbst der BGH Beschl aus 2005 ( Az. VII ZB 53/05 ) wird bei Dir als Inkassofreundliches umgebastelt
    Zu erwähnen ist noch das Du Seminare für Inkassomitarbeiter in den Geschäftsräumen des BDIU anbietest

    lg

  12. Nach dem OLG Dresden führt die einschaltung eines Inkassobüros und einen rechtsanwalt zu einer verdoppelung der Kosten, das OLG Dresden hält dies für
    unzulässig und läßt hierbei offen, ob ein verstoß des Gläubigers gegen die
    Schadensminderungsspflicht nach § 254 BGB vorliegt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Carsten Skora

  13. Nach dem OLG Köln, Urteil vom 12.01.2001, AZ: 19 U 85/00, können Inkassokosten dann nicht erstattet werden, wenn der Gläubiger bei erteilung
    des Inkassoauftrages konkrete Anhaltspunkte dafür hatte, daß auch das Inkassounternehmen den Schuldner nicht zu einer Erfüllung oder Sicherstellung
    bewegen wird. Eine Beauftragung eine Inkassounternehmens – so das OLG Köln verstößt sodann gegen die Schadensminderungspflicht.
    Carsten Skora, aus Duisburg

  14. Das Amtsgericht Zossen hat mit Urteil vom 13.12.2006 – Az. 2 C 229/06 – entschieden, dass ein Gläubiger, der zunächst ein Inkassounternehmen mit dem Einzug seiner Forderung beauftragt, bevor er anschließend den Schuldner auf Zahlung verklagt, nicht den Ersatz der Kosten des Inkassounternehmens verlangen könne. Das Gericht argumentierte, dass zwar der Schuldner, der sich – etwa in Folge einer Mahnung – in Zahlungsverzug befindet, dem Gläubiger sämtliche Kosten zu erstatten habe, die diesem durch die erforderliche Rechtsverfolgung entstehen. Zu diesen erforderlichen Rechtsverfolgungskosten zählten jedoch nicht die Kosten eines Inkassounternehmens. Statt ein Inkassounternehmen zu beauftragen könne der Gläubiger genauso gut sofort ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten, wodurch die Kosten des Inkassounternehmens eingespart werden.

    Das Verfahren wurde an die 6. Zivilkammer zum Az. 6 S 2/07 (LG Potsdam) abgegeben und endete mit Berufungsrücknahme (Beschluss vom 07.06.2007).

  15. Das UGV Inkasso hat mir eine Zahlungsaufforderung zugestellt über 96,36€. Inkassokosten 55,10, Kontoführung 8,00 Auslagen 9,00, Verzugszinsen 13,25 % aus 23,80€.
    Hintergrund war ein Gewinnspiel der Firma Gourmet Paradies mit Bestellung , bei der der Gewinnscheck von 9000,00€ beiligen sollte. Bin auf diesen Trick leider hereingefallen. Habe dann die Forderung der Firma zeitversetzt bezahlt (23,80€) und jetzt kommt noch zusätzlich dieses Inkasso-Büro. Überlege mir jetzt, ob ich dagegen gerichtlich vorgehe oder aber das Schreiben einfach ignoriere.

  16. Dürfen neben der Inkasso-Gebühr auch einzelne Gebühren für die geschriebenen Briefe verlangt werden (sozusagen Schreibgebühren je Brief) oder ist dieser Aufwand bereits in der Inkasso-Gebühr enthalten? Was ist mit Ratenzahlungsvereinbarungen, dürfen die extra berechnet werden?

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  19. AG Berlin Mitte vom 01.09.2009 in dem Rechtsstreit
    xxxxxx
    Geschäftsnr. 8 C 118/09)

    Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat, kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gemäß §254 BGB ausgeschlossen“¦.
    Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind, wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten, die denen des Gläubigers überlegen wären. Mehr als die Forderung anmahnen kann auch das Inkassobüro nicht (LG Cottbus, Beschluss vom 25.01.2004, 10 T 36/04).

  20. Ist schon interresant, zu erfahren, daß “kontoführungsgebühren” nicht erstattet werden müssen. Gelichwohl, in meinem Fall die “Infoscore” -vormals Süd-West-Deutsche Inkasso- hat trotzt Widerspruch meinerseits zwar den Eingang der Forderung Ihres Mandanten nebsz Mahngebühren, #Verzugszinsen und Inkassogebühr bestätigt, drohte aber im falle der Nichtzahlung der Restforderung –Kontoführungsgebühren 12 € und zusätzlich nochmals Verzugszins in Höhe von 0,02 € die Akte zur gerichtlichen Durchsetzung weiterzuleiten. Werde halt Inkassobüro nochmals auf unrechtmäßige Kontoführungsgebühr hinweisen und 0,02 € verzugszins überweisen. Vielleicht mahne ich ja auch die mir übermäßig angeallenen Porto-, Fax- und Bankgebühren an, da die ja offensichtlich nicht der “Schadensminderungspflicht” nachkommen wollen sonern nur möglichst viel Gebühren “einsacken” wollen.

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  25. Hallo, ich weiss nicht ob ich mit meiner Frage hier richtig bin!
    Bei einem Betrag von 73,48 Euro, der an den Forderer gezahlt wurde, beansprucht jetzt eine Inkassofirma Gebühren von 31,33 Euro, gem § 280 und § 288 BGB. Die Forderung war seit Mai 2011 fällig und wurde diesen Monat eingezahlt.
    Muss ich diese 31,33 Euro an die Inkasso bezahlen.
    Es geht hierbei um Essengeld für ein Schulfpflichtiges Kind, welches solange kein Essen erhalten wird, bis die Inkassokosten eingezahlt sind.
    Liege ich falsch, wenn ich der Meinung bin, da der offene Betrag bei der Firma beglichen ist, dass das Essen auch wieder freigeschaltet werden muss?
    Ich sehe dies als Erpressung an!

  26. HA! Sowas dachte ich mir schon. Leider ein bischen spät gelesen. Hatte schon immer den Verdacht, dass die Kosten viel zu hoch sind und mit sicherheit auch nicht korrekt. Danke jedenfalls für die Info. Habs auch auf Gutefrage.net veröffentlich mit Link nach hier hin. Ist immer wichtig sowas.

  27. habe Rechnungen ( Mahnungen) vom Anwlt erhalten .und darin werden noch Inkassoforderungen geltend gemacht…..Muss ich die auch zahlen?? Lieben Gruß

  28. Das oben genannte Urteil des OLG Köln 6 U 60/03 besagt NICHT, dass Inkassogebühren, vor allem überhöhte, bezahlt werden werden müssen, sondern nur, dass ein Inkassobüro mit solchen Forderung nicht wettbewerbswidrig (gegenüber Konkurrenzfirmen) handelt. Die Klage erfolgte wegen angeblichem unlauteren Wettbewerb und wurde in dieser Sache zurück gewiesen.

  29. Ich hab da auch so paar Fälle bezüglich Inkassokosten wo im Anschluss immer noch zusätzlich zum Inkasso ein Anwalt beauftragt wurde und Hinweise auf verbraucherfreundliche Urteile nicht fruchten.
    Ein „Alter„ meiner Lebensgefährtin ist Momentan wieder aktuell:
    In einem Brief vom Sa. 29.07.2006 der Bank des gelben Riesen wird Sie aufgefordert 190,10 € wegen Überziehung auf das Verrechnungskonto der a* Inkasso & Kreditabwicklung zu überweisen und die Geschäftsbeziehung wird zum 01.08.2006 beendet.
    Was sie am 7.8.06 auch unter Angabe „Überziehung + Kontonummer„ auch macht. In einem Brief vom 02.08.2008 fordert die a* Inkasso & “¦ nun 245,96€ Gesamt.
    Jan. 2011 kommt von einem Anwalt ein Aufforderungsschreiben (176,19€) mit Vergleichsangebot über 135,00 €. Der darin benannte Rest der Hauptforderung sind 46,59 €. Da zu uns zu dem Zeitpunkt nichts von einer derartigen Forderung bekannt ist, schreiben wir zurück, das sie bezweifelt das der Anspruch überhaupt besteht, erheben Einrede der Verjährung und fordern den RA. auf seine Vollmacht im Original und Belege die den Anspruch nachweisen binnen 14 Tage uns zuzusenden.
    Daraufhin kommt Ra. Schreiben mit „“¦ ordnungsgemäße Bevollmächtigung wird anwaltlich versichert„ „Weiterhin teilen wir mit, dass die Forderung aufgrund Titulierung erst 2037 verjährt„. Da diesem Schreiben keinerlei Belege beiliegen fordern wir abermals Nachweise und Unterlagen für die Forderung oder entsprechende Erledigungserklärung innerhalb 14 Tage Frist. Worauf erst Mal keine Antwort folgt.
    Jetzt im März 2013 kommt noch mal Aufforderung vom Anwalt R.H. 183,55 € zu zahlen. Woraufhin wir u.a. schreiben, dass bis Heute keinerlei Belege vorliegen und wir den bestand der Forderung weiter bezweifeln.
    10 Tage später kommt ein Schreiben von Ra. R.H. mit einer Kopie das wie ein gerichtliches Mahnverfahren vom 17.7.07 aussieht, die Kopfzeile ist nicht lesbar und im RA. Anschreiben wird Sie als Vollstreckbare Ausfertigung bezeichnet, mit Zahlungsaufforderung.
    Meine Lebensgefährtin bestreitet, glaubhaft, von der Angelegenheit was zu wissen, was nach ca. 6 Jahren verständlich ist und ich mir den jetzigen Stand über Wochen zusammen suchte. Das Konto gehörte ihrem 2002 verstorbenen Mann von dem das Finanzamt Anfang 2006 noch irgendwelche Alt- Forderungen vollstreckte und so der Dispo in Anspruch genommen wurde

    Die Fragen die sich uns stellen: Kann man jetzt noch dagegen was unternehmen und WAS?

    Da sie die (Haupt-) Forderung des PB- Gläubigers innerhalb 7 Arbeitstagen beglichen hat, war für Sie die Angelegenheit erledigt. Ob ihr bei damaligen direkten Nachfragen beim Gläubiger mitgeteilt wurde, dass sie weitere Schreiben ignorieren soll, ist jetzt nicht mehr nachvollziehbar, wie auch andere Abläufe.
    Wenn, muss sie alles zahlen, oder nur die Hauptforderung die wohl aus Inkassokosten aus dem Inkassoschreiben vom 01.08.2006 bestehen oder nur den Anwalt?

    In einem anderen Fall, wegen unberechtigter Handykosten, hat der Anwalt der Beklagten „aus technischen Gründen„ versäumt die Klageerwiderung rechtzeitig einzureichen. Woraufhin ein Versäumnisurteil erging und der Kläger- Anwalt die, den widersprochenen, Inkassokosten und seine Kosten, nachdem die Hauptforderung unter Angabe vom Verwendungszweck beglichen war, vollstrecken lies.

    Grüße Bodo

  30. Interessante Beiträge

    Aus meiner Sicht sollte die Inkassobranche die „Flügel” gestutzt werden.
    Das sind reine Aufbläh – Firmen.

    Wenn Unternehmen (auch Gläubiger genannt) nicht in der Lage sind ihre Forderung einzuziehen, dann hat das Unternehmen schon selbst ein Problem. Es gehört zum Geschäftsbetrieb dazu, das man seine Forderungen auch eigenständig ausgeglichen bekommt.

    Wer als Gläubiger um jeden Preis Geschäfte machen will, der hat dann auch die Verpflichtung, sich vorher über die Zahlungsfähigkeit beim Schuldner zu informieren.

    Keine Bank vergibt Kredite ohne Bonitätsprüfung.

    Wer als Unternehmen seine Waren und Dienstleistungen mit allen Mitteln der „Verkaufsförderung anbiedert“ und nicht auf deren Bezahlung achtet, der darf sich nicht wundern, das dann auch Schuldner unter den Kunden sind, die sich das nicht leisten können oder konnten.

    Der Kunde ist König!

    Und wenn der König nicht zahlen kann, die Gründe sind so vielfältig wie die Menschen selbst, soll’s ein Inkasso richten oder ein Anwalt.

    Hier macht sich das der Gesetzgeber zu einfach, in dem er den Lobbyisten das Feld alleine überläßt.

    Jedes Unternehmen hat die Pflicht zur Schadensminderung.
    Das heißt, das sich das Unternehmen an das Amtsgericht wendet und einen Mahnbescheid beantragt. Wenn der Schuldner dann nicht reagiert, ist der Gläubiger berechtigt einen Antrag auf Vollstreckung zu stellen.
    Wenn der Schuldner widerspricht, dann hat der Gläubiger die Möglichkeit, bei Gericht einen Antrag auf Vollstreckung zu stellen. Der Gläubiger muß hier erst einmal in Vorkasse treten. Der Schuldner hat dann noch die Möglichkeit der Widerrede. Dann kommt die Sache vors Gericht und dann gibt es ein Urteil.

    Da braucht es keine Anwälte und schon gar keine Inkassounternehmen.

    Hier müßte die Rechtsprechung vom Gesetzgeber geändert werden, was bei der derzeitigen Lobbyarbeit dieser zweifelhaften Unternehmen eher schwer ausfällt, so dass das Prinzip der Beauftragung hier die Bezahlung für Anwälte und Inkassos regelt. Ein Automatisiertes durchreichen an den Schuldner ist nicht möglich, sondern wird im Einzelverfahren geklärt.

    Das führt dazu, das die Unternehmen / Gläubiger selbst stärker in die Verantwortung gebracht werden.

    Wenn also der Gläubiger, einen Anwalt oder ein Inkasso oder umgekehrt beauftragt, so hat dieser in voller Höhe die Kosten zu Tragen.

    Ich bin der Überzeugung, dass das viele Gläubiger ermuntern wird, selbst ihre Forderung beim Schuldner / „Kunden“ zu realisieren.

    Ich selbst stecke auch in diesem „Sumpf“.
    In Rahmen meiner anstehenden Privatinsolvenz, habe ich festgestellt, das mehrere Inkassos und Anwälte an einer Forderung dran sind. Hier fehlt dann der Überblick. Das scheint aber die Masche zu sein, mit der diese Zweifelhaften Akteure ihre Geschäfte machen.

    So habe ich eine Ursprungsschuld, an der drei Inkassos und zwei Anwälte beteiligt sind. Und diese Ursprungsschuld ist beim Ursprungsgläubiger nicht mehr als Schuld geführt. Sie ist Verkauft worden. Die Höhe der Verkaufssumme kenne ich nicht. Auch wurde mir der Verkauft oder Abtretung nicht angezeigt.

    Von einer Vollmachtsurkunde nach § 174 BGB habe ich nicht eine einzige im „Original“ gesehen. Und auch solche dummen Sprüche von Anwälten wie – Vertretung wird Anwaltlich versichert oder – Vertretung von Amtswegen sind an Dummheit nicht zu überbieten.

    Solch Blumige Formulierungen nutzen sich denn doch irgendwann ab.

    Und wenn mein Antrag erst beim Insolvenzgericht liegt, müßen die dann doch die Hosen runter lassen und spätestens da, werde ich wissen, wer da zum Teil über Jahre mit gezinkten Karten gespielt hat.
    Ich gehe davon aus, das einige sich gar nicht erst trauen, ihre angeblichen Forderungen zur Tabelle anzumelden und dann ist auch Klar warum diese es nicht gemacht haben.

    Inkassogegner

  31. Guten Tag meine Freunde, sind Sie müde von der Suche nach Darlehen und Hypotheken, haben Sie schon nach unten ständig gedreht von Ihren Banken und anderen Finanzinstituten oder Mikrofinanzierungsplan. Das ist mit 100% Garantie, dass wir bieten Darlehen von $ 1.000 bis $ 100.000.000 bei 3% Zinsen pro Monat zu informieren. Wir geben Kredite für die Entwicklung von Unternehmen. einen Wettbewerbsvorteil / Expansion. Werden Rest versichern, dass Wir sind zertifiziert, vertrauenswürdig, zuverlässig, effizient, schnell und dynamisch. und ein Co-Finanzier arbeiten für Immobilien und alle Arten von Business-Finanzierung, geben wir aus langfristigen Darlehen für 6 Monate bis 15 Jahren und maximal alle Zins-und berechnen und zu ermöglichen, jährlich zu zahlen. wenden Sie sich bitte micheal.lavinton@financier.com

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