Darsteller für Erotikfilm gesucht

Während es gestern noch um eine lächerliche Testfahrt mit einem Lamborghini ging, werden heute ganz andere Wünsche erfüllt.

„Sie als Model- oder Erotikstar? Teilnahme garantiert!“

Mit diesen Worten wirbt die White Lines S.A. aus Panama auf der Seite sei-filmstar.de.

Und um ein möglichst breites Publikum anzusprechen, verspricht man

Teilnahme an den Filmproduktionen auch maskiert möglich – so sind Sie zwar zu bewundern, aber für Niemanden zu erkennen

Wie beruhigend – wer möchte schon riskieren, vom Tankwart an der Ecke künftig mit wissendem Blick angegrinst zu werden.

Die Anmeldung ist auch ganz einfach: Nur die Daten eintragen (ein Foto ist nicht erforderlich!) und einfach auf „Bewerbung abschicken“ klicken. Schon steht einer Karriere als „Erotikstar“ nichts mehr im Wege. Naja, fast nichts. Laut AGB vermittelt die White Lines die Daten lediglich an „Produktionsfirmen und Casting-Agenturen“ weiter. Die Vermittlung eines Auftrages wird – verständlicherweise – nicht garantiert.

Dennoch sollen vorab bereits 84 Euro bezahlt werden. Diese Forderung ist allerdings unter zwei Aspekten rechtlich nicht ganz unproblematisch:

1. befindet sich der Hinweis auf die Kosten – wie so oft – lediglich am Ende der Seite. Bei einer Auflösung von 1400 x 1050 taucht der entsprechende Text nur auf, wenn man nach unten scrollt – während das Anmeldeformular inklusive „Bewerbung abschicken“-Button auch ohne scrollen vollständig zu erkennen ist. Zudem ist der Betrag ausschließlich in Worten dargestellt. Man gibt sich also alle Mühe, damit der Kostenhinweis übersehen wird. Aber dies kennen wir ja bereits von den sog. Abo-Fallen.

2. wird das Vermittlungsentgelt gefordert, ohne dass man überhaupt als Darsteller vermittelt wird. Dies ist jedoch mit § 652 BGB nicht zu vereinbaren, da hiernach ein Provisionsanspruch für eine Maklertätigkeit nur bei erfolgreicher Vermittlung besteht. Klauseln die eine erfolgsunabhängige Provision vorsehen, sind unwirksam.

Für den Ermittlungserfolg genügt es freilich nicht, wenn der hoffnungsvolle Kandidat an einem Casting teilnimmt. Etwas anderes gilt lediglich für jene Fälle, bei denen sich die Interessenten als „Zuschauer am Casting“ anmelden. Diese Option sieht das Anmeldeformular nämlich ebenfalls vor.

Nachtrag 03.01.2007
Nähere Informationen finden Betroffene in den FAQ zu Internet-Vertragsfallen.

8 Kommentare

  1. ich habe leider bereits eine Rechnung erhalten (brieflich) in Höhe dieser 84 Euro (diesmal fett & in Zahlen). Soll ich die Zahlungsaufforderung jetzt einfach ignorieren, oder mache ich mich dadurch strafbar?

  2. hallo michael.. was gedenkst du zu tun? mir ist das gleiche passiert. ich habe in verschiedenen foren gelesen dass die firma alblanca in der schweiz gar nicht eingetragen ist..

    ich hab ehrlich gesagt keine lust zu bezahlen.

    hier meine emailadresse:

    robin_robson2 at web dot de

  3. Also ich wollte mal eine sms schreiben da bin ich wie schon überallgehort xentria angestossen ketzt beckomme ich rechnunengen von 99euro habe aber keine sms schreiben können.bitte hilf mir da mal einer und sagt mir mal ob das beschiss ist.habe ehrlich gesagt kein bock das zu bezahlen wenn ich dafür auch garnichts beckommen habe.

  4. Pingback: phentermine

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