Interview eines Callcenter-Mitarbeiters von Primacall

Mittwoch, 13. Juni 2007

Nachdem vor einigen Wochen Günther Wallraff in der Zeit interessante Einblicke in die Arbeitsweise einiger Call-Center geliefert hat, wurde von Spreeblick nun ein Mitarbeiter eines Callcenters der Firma Primacall interviewt. Er berichtet aus dem Alltag und von dem Leistungsdruck, unter den die “Callcenteragenten” gesetzt werden. Da wundert es nicht, wenn am Ende Verträge herauskommen, die der Gesprächspartner gar nicht gewollt hat.

Wer ebenfalls ohne vorheriges Einverständnis von Primacall angerufen wurde, sollte sich an die Verbraucherzentrale Berlin wenden, da sie bereits eine Unterlassungserklärung von der Primacall GmbH hat. Diese ist für Primacall aber nur dann schmerzhaft, wenn der Verbraucherzentrale auch Verstoßfälle bekannt werden. Sie benötigt von den Betroffenen folgende Daten: Datum und Uhrzeit, Grund des Anrufes, Name des Gesprächspartners und des Auftraggebers.

Entsprechende Informationen können der Verbraucherzentrale per E-Mail an telefonwerbung @ vz-bln.de, per Post oder per Fax mitgeteilt werden.

Verbraucherzentrale Berlin e.V.
Bayreuther Str. 40
10787 Berlin

Fax: 030 211 72 01

Dies gilt natürlich nicht nur für Anrufe von Primacall, sondern auch für sonstige Werbeanrufe. Die Verbraucherzentrale ist bereits in zahlreichen Fällen gegen so werbende Unternehmen vorgegangen (siehe Liste der Unterlassungstitel).

19 Kommentare zu “Interview eines Callcenter-Mitarbeiters von Primacall”

  1.  
    23. März 2010 | 21:42
     
  2.  
    23. März 2010 | 20:22
     
  3.  
    23. März 2010 | 13:03
     

    […] bei verbraucherrechtliches… […]

  4.  
    23. März 2010 | 09:05
     
  5.  
    22. März 2010 | 23:20
     
  6.  
    22. März 2010 | 22:03
     
  7.  
    22. März 2010 | 21:51
     
  8.  
    12 — o.k.
    8. Juli 2009 | 11:21
     

    Antwort zum Kommentar Nr. 11 - c.c. :

    Ich habe selber in dem Unternehmen gearbeitet und weiß dementsprechend auch, wie die Handhabung der Aquise ist.
    Die Kunden werden ohne Ende mit irgendwelchen Informationen am Telefon überhäuft, die meißtens nicht nützlich sind, […]. Mit einfachen Fragen kann man den Kunden aus der Reserve locken und das wissen die erfahrenen Call-Center-Agenten auszunutzen. Gerade bei Primacall (Voxpark) ist die erforderliche Quote für die Agenten so hoch, dass sie diese Methoden nutzen, um ihren Job zubehalten. Natürlich leidet der Angerufene darunter, keine Frage.
    Alles in Allem, würde ich mich von dieser Firma fernhalten, egal ob als Kunde und/oder Jobbewerber.

  9.  
    11 — c.c.
    24. April 2009 | 19:47
     

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum sich grundsätzlich alle Leute über jede Art von Telefonverkauf beschweren, denn 1. muss ich am Tel. ja nichts zusagen, des weiteren wird ja am Ende jedes Gespräch´s eine Aufnahme gemacht auf der alle Punkte noch einmal festgehalten werden und ich habe wenn ich eine Auftragsbestätigung bekomme immer noch die möglichkeit zu wiederrufen, wie kommt es da das so viele leute einen Tarif haben den sie dann doch eigentlich gar nicht wollten? Ich persönlich denke das man durch einfaches nachfragen und vernünftiges zuhören so etwas vermeiden kann. Ich arbjeite selbst als telefonischer Kundenbetreuer und mache meinen Job mehr als gewissenhaft, natürlich gibt es schwarze Schafe, aber genau so gibt es Kunden die einfach nicht zuhören, nur das schreibt nie jemand und würde auch nie jemand zu geben… Soll einfach nur ein Denkanstoß sein….

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Bitte keine Anfragen "Was soll ich tun?", "Wie soll ich mich verhalten?". In den meisten Fällen sind diese Fragen völlig überflüssig, weil die nötigen Informationen in dem Artikel stehen oder jedenfalls bereits entsprechend verlinkt sind. Wer darüber hinaus eine individuelle Rechtsberatung wünscht, muss sich an eine Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt wenden.

Nachtrag: Da dieser Hinweis offenbar nicht fruchtet, werden ab sofort jegliche Anfragen nach rechtlicher Beratung nicht mehr freigeschaltet bzw. gelöscht. Tut mir leid, aber sonst quellen die Kommentare über.

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