Interview eines Callcenter-Mitarbeiters von Primacall

Nachdem vor einigen Wochen Günther Wallraff in der Zeit interessante Einblicke in die Arbeitsweise einiger Call-Center geliefert hat, wurde von Spreeblick nun ein Mitarbeiter eines Callcenters der Firma Primacall interviewt. Er berichtet aus dem Alltag und von dem Leistungsdruck, unter den die „Callcenteragenten“ gesetzt werden. Da wundert es nicht, wenn am Ende Verträge herauskommen, die der Gesprächspartner gar nicht gewollt hat.

Wer ebenfalls ohne vorheriges Einverständnis von Primacall angerufen wurde, sollte sich an die Verbraucherzentrale Berlin wenden, da sie bereits eine Unterlassungserklärung von der Primacall GmbH hat. Diese ist für Primacall aber nur dann schmerzhaft, wenn der Verbraucherzentrale auch Verstoßfälle bekannt werden. Sie benötigt von den Betroffenen folgende Daten: Datum und Uhrzeit, Grund des Anrufes, Name des Gesprächspartners und des Auftraggebers.

Entsprechende Informationen können der Verbraucherzentrale per E-Mail an telefonwerbung @ vz-bln.de, per Post oder per Fax mitgeteilt werden.

Verbraucherzentrale Berlin e.V.
Bayreuther Str. 40
10787 Berlin

Fax: 030 211 72 01

Dies gilt natürlich nicht nur für Anrufe von Primacall, sondern auch für sonstige Werbeanrufe. Die Verbraucherzentrale ist bereits in zahlreichen Fällen gegen so werbende Unternehmen vorgegangen (siehe Liste der Unterlassungstitel).

19 Kommentare

  1. Am 19.09.2007 bin ich von der Firma Rimacall am Telefon kontaktiert worden.
    Der Mitarbeiter hieß Herr Broder. Wir haben jetzt den Artikel im Internet verfolgt und sind jetzt skeptisch, da wir eine Freistschaltung zugestimmt haben. Wie sollen wir diesen rückgängig machen, wir wollten nur Telefonkosten sparen?
    Sollen wir diesen jetz

  2. Auch wir sind auf primacall hereingefallen. Als wir im August dies fon flat kündigten, reagierte primacall nicht. Da gleichzeitig der Dauerauftrag gekündigt wurde, reagierte Primacall dann doch – mit Mahnschreiben.
    Ich habe heute primacall letztmalig aufgefordert, uns nicht weiterhin zu belästigen ansonsten werden wir diese Firma verklagen!

  3. Gestern, den 23.7.2008 wurde ich von der Firma Primacall angerufen, dass sie für mich als langjährigen Kunden der Telecom eine feine Sache hätten. Ich würde jetzt €19,95 zahlen und bekäme einen neuen Tarif für €16,95 mit Flatrate ins nationale Festnetz und 15Min ins mobile Netz frei. Eine feine Sache für €16,95 anstatt €19,95. Leider waren die Worte so geschickt formuliert, dass man dies automatisch suggeriert bekam. Es war keine Rede davon, dass beide Beträge bezahlt werden müssen. Das gesamte Gespräch verlief überhaupt so, dass man annahm, mit der Telecom verbunden zu sein. Deshalb erschien mir der Name des Mitarbeiters unwichtig. Nach Rückfrage bei der Telekom bzgl. der nicht erwähnten zur Zeit bestehenden DSL Flatrate und der Suche nach dem eigentlichen Anbieter des angebotenen Tarifs prima fone flat 15 im Internet bin ich auf dieser Seite gelandet. Danke. Ich weiß jetzt, dass ich gestern keinen tel. Vertrag abgeschlossen habe und beim nächsten Anruf einer Freischaltung nicht zustimmen darf.
    Vorsicht! Die Mitarbeiterin von Pirmacell war sehr geschickt in ihrer Wortwahl.

  4. Wurde gerade von einem Primatel Mitarbeiter angerufen. Er wollte mir einen Telefonanschluss verkaufen. Daraufhin habe ich ihn darüber aufgeklärt, dass diese Art der Werbung in Deutschland illegal ist. Er antwortete mit einem Auslug über „die deutsche Kultur“ woraufhin ich richtig sauer wurde und ihn nach seinem Namen und seinem Auftraggeber gefragt habe.

    Er meinte dazu: „Pass mal auf, ich bin halb-Russe und habe Deine Adresse – ich schicke Leute bei Dir vorbei“ und hat aufgelegt.

    Wow. Ich bin sprachlos.

  5. Auch ich bzw. meine Frau hat bei primacall zugesagt. Da es am Telefon verlaufen ist gibt es aber nur eine mündliche Zusage. Es liegt also kein schriftlicher Vertrag mit meiner Unterschrift vor welcher bestätigt, das die Beträge von meinen Konto abgebucht werden können. Nach der 1. Kündigung kam selbstverständlich keine Reaktion von dem […]. Die nächste Rechnung kam und nochmals (diesmal per Fax mit Sendebericht) gekündigt…bin jetzt mal gespannt …traurig sowas…

  6. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum sich grundsätzlich alle Leute über jede Art von Telefonverkauf beschweren, denn 1. muss ich am Tel. ja nichts zusagen, des weiteren wird ja am Ende jedes Gespräch´s eine Aufnahme gemacht auf der alle Punkte noch einmal festgehalten werden und ich habe wenn ich eine Auftragsbestätigung bekomme immer noch die möglichkeit zu wiederrufen, wie kommt es da das so viele leute einen Tarif haben den sie dann doch eigentlich gar nicht wollten? Ich persönlich denke das man durch einfaches nachfragen und vernünftiges zuhören so etwas vermeiden kann. Ich arbjeite selbst als telefonischer Kundenbetreuer und mache meinen Job mehr als gewissenhaft, natürlich gibt es schwarze Schafe, aber genau so gibt es Kunden die einfach nicht zuhören, nur das schreibt nie jemand und würde auch nie jemand zu geben… Soll einfach nur ein Denkanstoß sein….

  7. Antwort zum Kommentar Nr. 11 – c.c. :

    Ich habe selber in dem Unternehmen gearbeitet und weiß dementsprechend auch, wie die Handhabung der Aquise ist.
    Die Kunden werden ohne Ende mit irgendwelchen Informationen am Telefon überhäuft, die meißtens nicht nützlich sind, […]. Mit einfachen Fragen kann man den Kunden aus der Reserve locken und das wissen die erfahrenen Call-Center-Agenten auszunutzen. Gerade bei Primacall (Voxpark) ist die erforderliche Quote für die Agenten so hoch, dass sie diese Methoden nutzen, um ihren Job zubehalten. Natürlich leidet der Angerufene darunter, keine Frage.
    Alles in Allem, würde ich mich von dieser Firma fernhalten, egal ob als Kunde und/oder Jobbewerber.

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