Werbeanrufe der DVDW GmbH

Dienstag, 6. Mai 2008

Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg - ebenso wie bereits vor ein paar Wochen die Neue Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern - vor der in Berlin ansässigen DVDW GmbH. Diese kopiert ein Geschäftsmodell, das schon im letzten Jahr für einigen Ärger sorgte: Verbraucher anrufen und ihnen gegen Zahlung eines Betrages X den Schutz vor telefonischer Werbebelästigung versprechen. Tatsächlich kann aber auch die DVDW GmbH nicht verhindern, dass man Werbeanrufe erhält.

Und nicht nur das. Die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet auch von Fällen, in denen

die Angerufenen lediglich der Zusendung von Informationsmaterial über die Leistungen des Verbandes zustimmten, bestätigt der Verband nun schriftlich eine angebliche Mitgliedschaft und verlangt den Jahresbeitrag.

Großspurig nennt sich die DVDW GmbH mal “Deutscher Verband gegen Datenmissbrauch und Werbebelästigung” und mal “DVDW - Deutsche Gesellschaft gegen Datenmissbrauch und Werbebelästigung mbH”. Die Verbraucherzentrale Berlin hat dieses Unternehmen bereits wegen der unzulässigen Werbeanrufe abgemahnt und inzwischen auch die geforderte strafbewehrte Unterlassungserklärung erhalten.

Verbraucher, die von der DVDW GmbH angerufen wurden, sollten dies daher der Verbraucherzentrale Berlin melden. Am einfachsten per E-Mail an telefonwerbung@vz-bln.de. So können die Verstoßfälle sanktioniert werden!

11 Kommentare zu “Werbeanrufe der DVDW GmbH”

  1.  
    11 — Benthin
    13. Mai 2009 | 08:34
     

    Die richtige sogenannte Robinsonliste, mit deren Service der DVDW wirbt, ist kostenlos und Schutz vor Werbeanrufen und ähnlichem ist vom DVDW auch nicht vorhanden. Reine Geldschneiderei. Wer wirklich Schutz vor solchen Belästigungen haben will, sollte sich über die Verbraucherschutzzentralen die richtigen Adressen nennen lassen oder im Internet unter “Robinsonliste” suchen. Es wäre überlegenswert, Strafanzeige gegen den DVDW erstatten, da ein Dienstvertrag geschlossen wird, der nicht mal ansatzweise erfüllt wird, da man weiter belästigt wird. Erfahrenwert aus 1 Jahr Mitgliedschaft.

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Bitte keine Anfragen "Was soll ich tun?", "Wie soll ich mich verhalten?". In den meisten Fällen sind diese Fragen völlig überflüssig, weil die nötigen Informationen in dem Artikel stehen oder jedenfalls bereits entsprechend verlinkt sind. Wer darüber hinaus eine individuelle Rechtsberatung wünscht, muss sich an eine Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt wenden.

Nachtrag: Da dieser Hinweis offenbar nicht fruchtet, werden ab sofort jegliche Anfragen nach rechtlicher Beratung nicht mehr freigeschaltet bzw. gelöscht. Tut mir leid, aber sonst quellen die Kommentare über.

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