Werbeanrufe der DVDW GmbH

Dienstag, 6. Mai 2008

Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg - ebenso wie bereits vor ein paar Wochen die Neue Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern - vor der in Berlin ansässigen DVDW GmbH. Diese kopiert ein Geschäftsmodell, das schon im letzten Jahr für einigen Ärger sorgte: Verbraucher anrufen und ihnen gegen Zahlung eines Betrages X den Schutz vor telefonischer Werbebelästigung versprechen. Tatsächlich kann aber auch die DVDW GmbH nicht verhindern, dass man Werbeanrufe erhält.

Und nicht nur das. Die Verbraucherzentrale Brandenburg berichtet auch von Fällen, in denen

die Angerufenen lediglich der Zusendung von Informationsmaterial über die Leistungen des Verbandes zustimmten, bestätigt der Verband nun schriftlich eine angebliche Mitgliedschaft und verlangt den Jahresbeitrag.

Großspurig nennt sich die DVDW GmbH mal “Deutscher Verband gegen Datenmissbrauch und Werbebelästigung” und mal “DVDW - Deutsche Gesellschaft gegen Datenmissbrauch und Werbebelästigung mbH”. Die Verbraucherzentrale Berlin hat dieses Unternehmen bereits wegen der unzulässigen Werbeanrufe abgemahnt und inzwischen auch die geforderte strafbewehrte Unterlassungserklärung erhalten.

Verbraucher, die von der DVDW GmbH angerufen wurden, sollten dies daher der Verbraucherzentrale Berlin melden. Am einfachsten per E-Mail an telefonwerbung@vz-bln.de. So können die Verstoßfälle sanktioniert werden!

11 Kommentare zu “Werbeanrufe der DVDW GmbH”

  1.  
    1 — Mario H.
    7. Mai 2008 | 12:55
     

    Nennt man sowas nicht normalerweise Schutzgeld?!

  2.  
    2 — Hans-Bert Westerhausen
    17. Mai 2008 | 11:57
     

    Lieber Verbraucher.
    Ich bin auch betroffen von der Machenschaft dieses Verbandes. Habe heute meine Bestätigung der Mitgliedschaft erhalten, über die ich schon noch erstaunt war.
    Dabei ist mir direkt dieses Vorgehen bitter aufgestoßen.
    Die arbeiten mit den gleichen Mitteln, wie die, vor denen sie mich schützen wollen.
    Das linke daran ist der Zweck. Mit dem kann ich viele locken.
    zugleich wird der auf diese Art aber auch missbraucht.

    Seit auf der Hut und denkt immer ans Widerrufsrecht. Sofort reagieren.

    LG
    Hans-Bert

  3.  
    3 — martina schmitz
    19. Mai 2008 | 12:24
     

    nach einem werbeanruf der dvdw;bei dem ich um schriftliche unterlagen bebeten habe, erhielt ich ca. 1 woche später schriftlich die benachrichtigung über die mitgliedschaft,die mich 59,- euro kostet. schriftlicher widerspruch am 20.05.08 per post und fax.

  4.  
    4 — Hoeft
    21. Mai 2008 | 09:52
     

    Leider bin ich mittlerweile für ein Jahr Mitglied des DVDW.

    In der möglichen Kündigungsfrist konnte ich nichts Negatives über diese Firma in Erfahrung bringen.
    Also hegte ich die Hoffnung, dass die DVDW lästige Werbeanrufe unterbinden und (wie mir gesagt wurde) meine anscheinend freiverkäuflichen Daten inklusive der Bankverbindungen bei den entsprechenden Callcentern löschen lassen könnte.

    Jetzt habe ich nun endlich Informationen über die DVDW im Internet finden können und muss erkennen, dass diese Firma anscheinend auch nur die Leute abzockt.

    Schade!

    Existiert denn für den Verbraucher keine Möglichkeit sich gegen Telefonwerbung zu wehren???

  5.  
    5 — Adolphs
    22. Juni 2008 | 16:27
     

    dvdw macht weiter mit ihrer Methode, einfach nach einem Anruf 59 € vom Konto abzubuchen. Woher haben die Leute eigentlich die Konto Daten??
    Meine Empfehlung: Rückbuchung durch die Bank vornehmen lassen und den Geschäftsführer Karsten Wagner unter der e-mail Adresse info@dvdw.info auf sein kriminesses Verhalten aufmerksam machen und mit Anzeige drohen.

  6.  
    6 — chrissi
    19. Juli 2008 | 18:04
     

    bei meiner mom is es auch so gewesen sie hat ein werbe anruf bekommen und darauf hin wurde eine woche später das geld abgezogen obwohl sie keine daten angegeben hat und die mitglidschaft verweigert hat sie jetzt läst sie es schon zum zweiten mal zurück buchen und versteht es trotz allem nicht was da überhaubt vorgeht

  7.  
    7 — Iris G.
    21. Juli 2008 | 12:33
     

    Wurde heute ebenfalls telefonisch zu ködern (werben) versucht, uns gegen telefonische Werbung für 8,- € pro Monat abzusichern. Falls es doch zu neuen Werbeanrufen kommen sollte, würden wir 250,- € pro Anruf erhalten.

    Welch Ironie…

  8.  
    12. August 2008 | 13:08
     

    […] Immer wieder fragen Verbraucher, die von einem Call-Center angerufen wurden, woher dieses ihre Daten habe. Teilweise konnte der Call-Center-Mitarbeiter sogar die Kontodaten vorlesen - um gleichzeitig anzubieten, gegen einen Betrag X vor Datenhandel zu schützen. […]

  9.  
    9 — Dietmar Grad
    10. Dezember 2008 | 13:15
     

    Mir ist es dummerweise auch passiert,kann aber voraussichtlich nichts mehr dagegen tun.Seid Wochen versuche ich diese Sch…-Firma zu erreichen,aber leider ohne Erfolg.Wie bei sovielen Versuchen jemanden zu erreichen,heißt es immer amTelefon,”Leider sind im Moment alle Mitarbeiter im Gespräch,Bitte wrten Sie.Endlich nach über einer Minute höre ich das Freizeichen,und circa nochmals einer Minute kommt auf einmal das besetztzeichen.Ich kann nur hoffen im Namen aller anderen betroffenen das sie diese Sch…. erwischen und gut bestrafen.Viele Grüße Dietmar Grad

  10.  
    15. April 2009 | 19:27
     

    […] Werbeanrufe der DVDW GmbH […]

  11.  
    11 — Benthin
    13. Mai 2009 | 08:34
     

    Die richtige sogenannte Robinsonliste, mit deren Service der DVDW wirbt, ist kostenlos und Schutz vor Werbeanrufen und ähnlichem ist vom DVDW auch nicht vorhanden. Reine Geldschneiderei. Wer wirklich Schutz vor solchen Belästigungen haben will, sollte sich über die Verbraucherschutzzentralen die richtigen Adressen nennen lassen oder im Internet unter “Robinsonliste” suchen. Es wäre überlegenswert, Strafanzeige gegen den DVDW erstatten, da ein Dienstvertrag geschlossen wird, der nicht mal ansatzweise erfüllt wird, da man weiter belästigt wird. Erfahrenwert aus 1 Jahr Mitgliedschaft.

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Bitte keine Anfragen "Was soll ich tun?", "Wie soll ich mich verhalten?". In den meisten Fällen sind diese Fragen völlig überflüssig, weil die nötigen Informationen in dem Artikel stehen oder jedenfalls bereits entsprechend verlinkt sind. Wer darüber hinaus eine individuelle Rechtsberatung wünscht, muss sich an eine Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt wenden.

Nachtrag: Da dieser Hinweis offenbar nicht fruchtet, werden ab sofort jegliche Anfragen nach rechtlicher Beratung nicht mehr freigeschaltet bzw. gelöscht. Tut mir leid, aber sonst quellen die Kommentare über.

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