Kleeblatt-Gewinnspielclub bietet nutzlose Dienstleistung

Donnerstag, 17. Juli 2008

Gewinnspielclubs sind derzeit eine furchtbare Seuche. Verbraucher werden angerufen und man erklärt ihnen, sie hätten die Möglichkeit für einen Betrag x an vielen vielen Gewinnspielen teilzunehmen. Das Ganze wird dann häufig auch mit einer “Geld-zurück-Garantie” verknüpft: wenn man nichts gewinnt, sollen die Mitgliedsbeiträge erstattet werden.

Einer dieser Anbieter ist die “Premium Service GmbH” mit Sitz im Altenberger Weg 3 in 13156 Berlin. Das von diesem Unternehmen angebotene Produkt nennt sich “Kleeblatt 4 U Gewinnspielclub”. Vollmundig wird versprochen

Bei diesem Gewinnspiel erreichen Sie optimale Kombinationen von günstigem Einsatz und hohen Einzelgewinnen. Sie nehmen bei uns pünktlich und zuverlässig an über 200 der besten deutschen Gewinnspiele im Monat teil.

Die “Dienstleistung” besteht also darin, die persönlichen Daten bei “Online- und Postkarten”-Gewinnspiele einzutragen.

Dass bei diesem Konzept allenfalls die Veranstalter profitieren, liegt auf der Hand. Je mehr Kunden für den “Gewinnspielclub” geworben werden, desto mehr Personen werden bei den jeweiligen Gewinnspielen eingetragen und desto geringer sind die tatsächlichen Chancen auf einen Gewinn. Daneben gibt es noch unzählige Teilnehmer an den Gewinnspielen, die sich nicht von solch einem Dienstleister eintragen lassen.

Die Chancen auf die “hohen Einzelgewinne” sind also denkbar gering und mit 59 € Monatsbeitrag eindeutig zu teuer erkauft.

Die “Geld-zurück-Garantie” ist in aller Regel auch nichts wert. Wie die “Premium Service GmbH” reagiert, wenn eine Kunde diese in Anspruch nehmen möchte, weiß ich nicht. Bei anderen Gewinnspiel-Clubs bekamen die betroffenen Verbraucher einen praktisch wertlosen Reisegutschein zugeschickt, wenn sie unter Hinweis auf solche Garantien ihr Geld zurückfordern. Diesen Gutschein hätten sie schließlich gewonnen und damit greife die Garantie nicht.

Fazit: Finger weg. Die Mitgliedsbeiträge sind nichts als rausgeschmissenes Geld.

Wer von dem “Kleeblatt” Gewinnspielclub oder von anderen ähnlichen Dienstleistern angerufen wurde, kann dies der Verbraucherzentrale Berlin unter telefonwerbung@vz-bln.de mitteilen.

98 Kommentare zu “Kleeblatt-Gewinnspielclub bietet nutzlose Dienstleistung”

  1.  
    98 — S.
    16. März 2010 | 13:54
     

    Habe seit längerem Probleme mit kleeblatt4u. habe gekündig und das schreiben mit einschreiben rückschein versendet. sowohl beim altenberger 3weg als auch Ahornallee 49 kam der brief als unzustellbar zurück. die mail service@kleeblatt4u gibt es auch nicht mehr - habe jetzt eine neue adresse im Internet gefunden
    und zwar Premium Firmenservice GmbH
    Heerstr. 9 in 14052 Berlin

  2.  
    97 — tenzi
    3. März 2010 | 20:58
     

    hallo ihr alle!

    ihr glaubt gar nicht wie erleichtet ich jetzt bin; habe nähmlich auch so einen netten brief bekommen. und die ständigen anrufe haben mich zum wahnsinn gebracht, einfach genial das ich die seite gesehen hab. perfekt vielen vielen dank ganz liebe grüße an alle

  3.  
    96 — tenzi
    3. März 2010 | 20:52
     

    biwx

  4.  
    95 — Anny
    3. März 2010 | 20:10
     

    Herzlichen Glückwunsch…. auch ich habe heute den netten Brief des Inkasso Unternehmens CL Inkasso AG bekommen. 214,57€. Nachdem aber in der Vergangenheit mehrfach davor gewarnt wurde bloß nicht auf solch eine Mahnung zu reagieren werde ich eben genau dies tun. Ich werde Sie hinter den Schrank fallen lassen und abwarten was passiert, denn ich bin im Recht. Und für die STÄNDIGEN Anrufe gibt es bei der Verbraucherzentrale super Vordrucke in die man Datum, Uhrzeit und Name des Anrufers eintragen kann. Diese werden dann durch die Vbz abgemahnt. Also mein Fazit: lasst euch nicht ärgern!

  5.  
    94 — Lucie
    26. Februar 2010 | 21:20
     

    Hallo Claudia!
    Ich habe heute einen Widerspruch per Einschreiben an die Inkasso Firma abgeschickt. Bin gespannt ob da jetzt noch was kommt.
    LG

  6.  
    93 — claudia
    24. Februar 2010 | 23:58
     

    hallo luci!
    ich habe das selbe problem werde nix tun…

  7.  
    92 — Lina
    24. Februar 2010 | 18:30
     

    Hallo
    habe heute auch einen Brief von der Inkasso Firma erhalten über 291,37€ nach fast 3 Monaten, was soll ich machen zum Anwalt zur Kripo, werde mich jetzt mit Vebraucherzentrale in Verbindung setzen

    Mfg

  8.  
    91 — Lucie
    24. Februar 2010 | 17:20
     

    Hallo!
    Mir wurde heute auch ein Brief von einer Inkasso Firma namens CL Inkasso AG im Auftrag der Kleeblatt 4 U zugestellt. In dem Brief heißt es, dass ich mit der Zahlung meiner Monatsbeiträge in Verzug sei und verlangen von mir 291,37 € zzgl. Tageszinsen.
    Auch ich wurde vor einem Jahr von besagter Firma angerufen und mir wurde kurz darauf ein “Begrüßungsschreiben” geschickt auf das ich nicht reagiert habe. Nach einiger Zeit wurde mir dann auch 59,- € abgebucht die ich wieder zurückgebucht habe.
    Und dann kam heute nach fast einem Jahr(!) das Schreiben der Inkasso Firma.
    Ich habe keine Ahnung wie und ob ich auf das Schreiben reagieren soll. Vielleicht kann mir jemand helfen?
    MFG

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Bitte keine Anfragen "Was soll ich tun?", "Wie soll ich mich verhalten?". In den meisten Fällen sind diese Fragen völlig überflüssig, weil die nötigen Informationen in dem Artikel stehen oder jedenfalls bereits entsprechend verlinkt sind. Wer darüber hinaus eine individuelle Rechtsberatung wünscht, muss sich an eine Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt wenden.

Nachtrag: Da dieser Hinweis offenbar nicht fruchtet, werden ab sofort jegliche Anfragen nach rechtlicher Beratung nicht mehr freigeschaltet bzw. gelöscht. Tut mir leid, aber sonst quellen die Kommentare über.

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