fabriken.de - Rechnungen für “kostenlose” Community

Dienstag, 3. März 2009

Nach Schätzungen von computerbetrug.de und augsblog.de hat die

Connects 2 Content GmbH aus Düsseldorf (Geschäftsführer Tomás Franco)

Montag ein paar hundert oder tausend Zahlungsaufforderungen an Verbraucher geschickt, die sich in den vergangenen Monaten bei fabriken.de angemeldet haben.

Angemeldet hatten sie sich jedoch zu einem Zeitpunkt, als das Angebot noch als kostenlose Community beworben wurde. Nach Vorstellung der Seitenbetreiber sollte aus dieser kostenlosen Community nun über Nacht eine kostenpflichtige werden. Ab dem 01.02.2009 soll das Projekt 7 € pro Monat kosten - bei einem 2-Jahres-Vertrag macht das 168 €.

Den Betrag sollten die betroffenen “Community-Mitglieder” jedoch nicht zahlen!

Dass fabriken.de plötzlich kostenpflichtig sein soll, wurde den bisherigen Community-Mitgliedern durch einen Newsletter am 14.01.2009 mitgeteilt. Dieser Newsletter ist auch noch immer auf der Internetseite einsehbar und - vermutlich (Achtung Ironie!) weil es sich besonders angenehm lesen lässt - ausschließlich in GROSSBUCHSTABEN abgefasst. In einer deutlich weniger augenfreundlichen Fassung liest sich das so

(2) Änderung der Teilnahmebedingungen

Leider konnten wir bisher keine zahlungskräftigen Sponsoren für unsere fabriken.de - Community gewinnen, die einen rentablen Betrieb der Community_Webseite ermöglichen. Unteranderem sehen wir uns aus diesem Grunde veranlasst, unsere Teilnahmebedingungen wie folgt anzupassen: Die fabriken.de Community wird ab dem 01.02.2009 für alle Mitglieder kostenpflichtig. Ab diesem Zeitpunkt muss jedes Community-Mitglied monatlich sieben Euro entrichten, bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren und einer jährlichen Abrechnung im Voraus. Die Mitgliedschaft kann zum Ablauf der Vertragslaufzeit mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt werden, ansonsten verlängert sich die Mitgliedschaft um ein weiteres Jahr. Ab Erhalt dieser Mitteilung können Sie mit einer Frist von 2 Wochen (somit bis zum 29.01.2009) schriftlich von Ihrem Kündigungsrecht oder Ihrem gesetzlichen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Andernfalls geht Ihre bisherige Mitgliedschaft automatisch in die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft über. Wir hoffen die fabriken.de-Community zu einem Premium-Portal entwickeln zu können und bitten daher um Ihr Verständnis und hoffen auf Ihre Treue und Akzeptanz.

(Hervorhebung nicht im Original)

Das Ganze ist ein ziemlich infamer Trick, entbehrt jedoch rechtlich jeglicher Grundlage. Allein durch Änderung der AGB kann aus einer kostenlosen Mitgliedschaft keine kostenpflichtige werden!

Verbraucher, die sich also bei der kostenlosen Community angemeldet haben, sollten sich jetzt durch irgendwelche Rechnungen oder Mahnungen nicht einschüchtern lassen. Es ist auch nicht nötig, jetzt irgendwie zu kündigen. Einen Vertrag, den man nicht geschlossen hat, muss man nicht kündigen.

Die Betroffenen sollten ganz einfach nicht zahlen!

FAQ Internetvertragsfallen

85 Kommentare zu “fabriken.de - Rechnungen für “kostenlose” Community”

  1.  
    85 — Hardy
    23. Dezember 2009 | 00:01
     

    auch wenn schon dass Jahr um ist, will auch meinen senf dazu geben.
    habe mich selber mit denen rumgestritten, dazwischen wurde ich 2 mal als Kunde begrüsst. :-D hab mich trotzdem nicht beirren lassen. In der Zeit wo drüber in Akte09 berichtet wurde. 1. dass ist ne Briefkastenfirma 2. Man, dass ist ne Burg mit aussen Kühlern für Server Überwachungskameras .Habe vorhin gelesen dass so nicht ganz stimmen kann:,,einfach nicht auf rechnung und mails reagieren.” Weil man kann es auch auf die Spitze treiben, wenn die es zum gelben Brief kommen lassen wirds brenzlig, da muss man es zum anwalt bringen weil sonnst kostet`s wirklich. Hab damals vor schreck mit nem online anwalt telefoniert.

  2.  
    84 — Biggi
    22. Dezember 2009 | 18:24
     

    Und wieder ist es einem Herrn Franco gelungen unterzutauchen.
    Geld hat er ja genug abkassiert, von Leuten, die sich verunsichern ließen.
    Ich selbst hab auch zweimal Widerspruch eingelegt, gedroht mit Rechtsanwalt.
    Irgendwann nach dreimaligen Rückschreiben hab ich garnicht mehr reagiert.
    Es gibt inzwischen Sammelverfahren bei der Polizei Düsseldorf.
    Lsst euch nicht verunsichern, morgen könnte der Nächste auf der Matte stehen und Geld verlangen.
    Trotz allem schöne Weihnachten.

  3.  
    83 — Meike B
    12. Mai 2009 | 08:51
     

    Gibt es etwas neues über fabriken.de? Wurde dem Betreiber der Prozess gemacht?

  4.  
    82 — krissi
    11. Mai 2009 | 20:38
     

    ích hatte das geld heute schon überwiesen.. aber ich bin zum glück von ner bekannten, am tel aufgeklärt worden. ich bin sofort auf die bank und hab das geld zurückgeholt. ich hatte echt ANGST vor denen!!! bin nur froh, dass ich nicht alleine bin.ich hab aber immer noch ANGST, wie´s jetz weitergeht!!ich hoffe ich muss kein geld bezahlen, für eine seite, die ich nie angeklickt habe,,!!!

  5.  
    81 — tini
    11. Mai 2009 | 10:14
     

    Hallo! Ich bin der gleichen Meinung wie mein Vorredner. Nicht zahlen sondern einfach abwarten und Tee trinken! Es gibt keine rechtliche Grundlage für sowas. Ich habe mit einem Freund gesprochen, der ist Anwalt und der hat mir auch diesen Rat gegeben. Also denke ich, dass man sich auf diese Information verlassen kann!

    Sonst habe ich noch einen guten Tipp für Euch!: schaut mal unter http://www.billig-fuehrer.de rein, da kann man die Adressen von den Outlets kostenlos und ohne Anmeldung nachschauen!

    Viele liebe Grüße
    Eure Tini

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Bitte keine Anfragen "Was soll ich tun?", "Wie soll ich mich verhalten?". In den meisten Fällen sind diese Fragen völlig überflüssig, weil die nötigen Informationen in dem Artikel stehen oder jedenfalls bereits entsprechend verlinkt sind. Wer darüber hinaus eine individuelle Rechtsberatung wünscht, muss sich an eine Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt wenden.

Nachtrag: Da dieser Hinweis offenbar nicht fruchtet, werden ab sofort jegliche Anfragen nach rechtlicher Beratung nicht mehr freigeschaltet bzw. gelöscht. Tut mir leid, aber sonst quellen die Kommentare über.

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